Die Lebenswege zweier Schwestern zwischen Bürgerlichkeit und Terrorismus in einer apokalyptischen Zukunftsvision.

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Das Jahr 2020. Rohstoffmangel, Kriege, Flüchtlingsströme, ökonomische und politische Krisen versetzen Europa in eine apokalyptische Stimmung. Während die Situation in Deutschland zusehends instabil wird und die Gesellschaft auseinanderzubrechen droht, erlebt Laura Kuper ihre große Liebe: Mit Hans, der seinen Anwaltsberuf aufgegeben hat, will sie eine Familie gründen. Da die beiden aber keine gemeinsamen Kinder haben können, muss sie sich zwischen ihrem Kinderwunsch und der Liebe zu Hans entscheiden. Ihre Schwester Cecilia ist unglücklich in Konstantin verliebt, durch den sie in den neu aufkommenden Terrorismus verwickelt wird. Als Mitglied der Gruppe „Schwarze Stürme“ soll sie aktiv an der Vernichtung des bestehenden Systems mitarbeiten. Beide Frauen gehen im Laufe der Jahre ihren Weg: Und während die Welt in eine nicht abzusehende Katastrophe abdriftet, erleben beide, zusammen mit ihrer Familie und ihren Freunden, die ganz eigene Apokalypse.

Aus seinen ganz privaten Vorstellungen davon, wie es wohl weitergeht, spann Regisseur Kraume im Jahr 2010 ein emotional mitreißendes Nebeneinander von Familie und Weltpolitik. Dabei bettete er die familiären Entwicklungen in einen reich facettierten Rahmen eines unheilvoll aufziehenden Krisenszenarios, das über lustvolle Flashmob-Aktionen und deutliche Zunahme von Armut und Versorgungsengpässen stufenweise skandiert wird und in brachialer Abschottung der letzten Wohlstandseliten durch Militär, Wachdienste und schließlich eine befestigte Mauer um Zentraleuropa seinen radikalsten Ausdruck findet.

 

DE 2010 | Regie: Lars Kraume | Mit: Bernadette Heerwagen, Daniel Brühl, Johanna Wokalek | ab 12 Jahren | 129 Minuten