„Systemsprenger“ nennt man Kinder, die durch alle Raster der deutschen Kinder- und Jugendhilfe fallen. So wie Benni.

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Benni ist voller Wut. Auf die Erwachsenen, auf die Kinder, auf die ganze Welt. Nur nicht auf ihre Mama. Zu ihr will das 9-jährige Mädchen zurück. Doch das Jugendamt sagt, das ginge nicht, solange Benni so viel Wut in sich spürt, die sich immer wieder auch mit Gewalt Bahn bricht, und ihre Mutter damit überfordert ist. Und so wandert Benni von Einrichtung zu Einrichtung, von Erzieher zu Erzieher, von Wutanfall zu Wutanfall. Bis der Betreuer Micha auftaucht, der endlich einen Zugang zu Benni findet. Doch während Benni in Micha eine Art „Ersatzvater“ sieht, muss Micha sich bemühen, die professionelle Distanz zu bewahren. Und das wird mehr und mehr zu einem Problem.

Ganz dem Titel entsprechend, platzt das Debüt von Nora Fingscheidt durch die Tür und hält die unfassbare Energie der ersten fünf Minuten dann über die volle Laufzeit aufrecht. Wann war ein deutscher Film zuletzt so leidenschaftlich und kraftvoll? Anders wäre es aber auch gar nicht möglich, mit der unvergesslichen Hauptfigur Tritt zu halten.

»[…] wuchtiges, intensives, sehenswertes Psychogramm […]« (programmkino.de)

DE 2019 | Regie: Nora Fingscheidt | Mit: Helena Zengel, Gabriela Maria Schmeide, Albrecht Schuch | ab 12 Jahren | 120 Minuten